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Dinkelsbühl mit seiner schönen Wörnitz, seinen vielen Weihern und seiner alten Fischerzunft wäre der gegebene Ort für einen Fischereiverein – so die Aussage des damaligen Fischereirates Dr. Josef Hofmann im Jahre 1937. Eine Vereinsgründung – kein Problem; aber ohne Gewässer – zwecklos! Die fischreiche Wörnitz wurde von Berufsfischern mit Netzen und Reusen befischt. Und doch kam es zur Gründung des Berufsfischereivereines Dinkelsbühl, ein Zusammenschluss von Berufsfischern, Teichwirten und Anglern. Die folgenden Jahre – Kriegsjahre – hart und entbehrungsreich; viele Mitglieder waren zum Kriegsdienst eingezogen – der Verein schlief ein.

Ein zweiter Versuch im Jahre 1948 zur Neugründung des Vereines, 1. Vorsitzender wurde Hermann Reulein. Berufsfischer und Teichwirte gründeten eine Teichgenossenschaft; der Fischereiverein kam einfach nicht in Schwung. 1965 ein erneuter Versuch, einen Fischereiverein zu gründen. Die Initiatoren wiederum Hermann Reulein und Heinrich Schabert. Auch dieser Versuch scheiterte an fehlenden Vereinsgewässern.

Vor 25 Jahren, im Jahre 1968 führte ein aus Stuttgart nach Greiselbach zugezogener Bundesbeamter Alfred Nagel, ein Mann mit großem fischereilichen Wissen, in Verbin-dung mit der Volkshochschule einen Lehrgang zur Sportfischerprüfung durch. Alfred Nagels Engagement und der unermüdliche Wille zur Vereinsgründung von Hermann Reulein und Heinrich Schabert sen. führten zum Erfolg!

Am 24.05.1968 wurde der Sportfischereiverein Dinkelsbühl e.V. von 22 Mitgliedern gegründet. Als Vereinsgewässer stellte Hermann Reulein die von ihm privat gepachtete Wörnitzstrecke vom Einlauf der Zwergwörnitz bis zur Froschmühle dem jungen Verein zur Verfügung. Heinrich Schabert sen., 2. Bürgermeister, übernahm federführend weitere Pachtverhandlungen. Am 30. Juli 1968 wurde im Gasthaus Wilhelm in Diederstetten, der Pachtvertrag für die Diederstetter Gewässerstrecke unterschrieben. Die Wörnitz bei Wilburgstetten und zwischen Larrieden – bis zum Einlauf der Zwergwörnitz, die Zwergwörnitz bis zur Landesgrenze, konnte gepachtet werden. Nach Auflösung eines Fischereibetriebes wurden vom Verein Weiher und Winterungen hinzugepachtet. Seit 1980 bewirtschaftet der Verein den 3,5 ha großen, im städtischen Besitz befindlichen, Campingsee.

Frühzeitig wurde von der Vereinsführung die für eine ordnungsgemäße Hege und Pflege der Gewässer erforderliche Ausbildung von Gewässerwarten erkannt. Mit Karl Richter und Rudolf Köhnlein besuchten bereits im Jahre 1969 fischereilich vorbelastete Mitglieder erfolgreich den Lehrgang für Gewässerwarte an der Landesanstalt für Fischerei in Starnberg. Ludwig Kastl, Klaus Gehring, Reinhold Schuster und Herbert Ebert bestanden nach Lehrgangsabschluss an der Landesanstalt für Fischerei die Prüfung für Ausbilder zur Fischereiprüfung. 

Die Jugendarbeit stellte von Anfang an einen Schwerpunkt im Vereinsleben dar. Gunter Gabriel begann die Jugendausbildung mit 6 Jugendlichen. Die kleine Gruppe fuhr unter anderem zum Fischen nach Burghausen an der Salzach.

Das von Beginn an abwechslungsreiche Vereinsleben darf nicht unerwähnt bleiben. Monatliche Zusammenkünfte zur Information und Geselligkeit, Hochseefischen, das Diederstetter Aalfischen, Ausflüge- z. B. der Besuch des Bayer. Landtages sowie des Fischereimuseums in München bereicherte das Vereinsleben.

Den Mitgliedern stehen ca. 25 km Wörnitz, der Campingsee und der seit 2010 im Besitz des Vereines befindliche Hammerweiher für ihr Hobby zur Verfügung.
Freundschaftliche Beziehungen pflegt der Verein seit 1973 zu benachbarten Fischereivereinen, guter Kontakt und jährliche Freundschaftsfischen unterstreichen die Bedeutung dieser Zusammenarbeit. Die Entstehung der Dinkelsbühler Fischerntewoche, die Mitarbeit bei der jährlichen Durchführung, erfolgt auf Initiative des Vereines.

Allen Gründungs– und langjährigen Mitgliedern gebührt Dank und Anerkennung, für Engagement und Mitarbeit zur Führung und Aufbau des Vereines.

In diesem Sinne bitte ich alle Mitglieder um ihre Mitarbeit, in der Hoffnung auf eine gute und erfolgreiche Zukunft unseres Vereines.

 

Petri Heil
Herbert Ebert
Ehrenvorsitzender

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  • Letzte Änderung: Dienstag, 05. Dezember 2017

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